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X-FAB meldet Zahlen für Q3 | Die Aktie fällt - Investment Case bleibt jedoch intakt

X-FAB ist ein Auftragsfertiger von Halbleiterlösungen mit Fokus auf Automobilbranche, Industrieanwendungen und Medizintechnik.


Was gibt es Neues?

Am gestrigen Donnerstag hat X-FAB die Geschäftszahlen für das September-Quartal veröffentlicht. Der Umsatz lag mit 188 Mio. USD rund 11 % über dem Vorjahresquartal und innerhalb der Marterwartungen. Der Auftragseingang stieg mit 217 Mio. USD rund 9% gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Juni-Quartal lag der Auftragseingang bei 163 Mio. USD.
Das Management bestätigt in an allen Kernmärkten weiterhin eine starke Nachfrage. Im Bereich Industrie wurden Rekordumsätze verzeichnet.
Auf der Ergebnisseite wurde ein EBITDA von 9,2 Mio. USD gemeldet - ein massiver Rückgang. In diesem Wert ist jedoch ein einmaliger negativer Sondereffekt (Schiedsverfahren) von -36,8 Mio. USD enthalten. Dieser Sachverhalt war aber bereits vorab bekannt und sollte die Märkte eigentlich nicht überrascht haben. Ohne diesen Effekt liegt das EBITDA bei 46 Mio. USD bzw. bei einer Marge von 24,4% und damit oberhalb der Prognosespanne von 20 bis 24%.

Beim Ausblick für das Dezember-Quartal hat X-FAB die Erwartungen verfehlt. X-FAB erwartet einen Umsatz von 180 - 190 Mio. USD bei einer EBITDA-Marge von 20 bis 24%. Hinter der verhaltenen Umsatzprognose steht jedoch auch ein außergewöhnlicher Effekt. Anfang Oktober gab es in einer Fabrik in Malaysia einen Stromausfall, der die Produktion temporär behindert und Angabe gemäß zu einem Umsatzausfall von rund 15 Mio. USD führt.

Die Q4-Prognose wirkt logischerweise auf die Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Man erwartet nun einen Umsatz von 735 bis 745 Mio. USD (vorher 750 bis 790 Mio. USD).

Für Das März-Quartal 2023 erwartet das Management einen Umsatz von 205 bis 220 Mio. USD.

Der Markt hat die Quartalszahlen negativ aufgenommen und die Aktie ist heute rund 9 % Prozent im Minus.


Fazit: Die Quartalszahlen und vor allem der kurzfristige Ausblick von X-FAB waren durchwachsen und dementsprechend wurde die Aktie heute abgestraft. Mittelfristig bleibt jedoch die Nachfrage nach den Produkten von X-FAB hoch und die Zielmärkte wachsen. Das Unternehmen ist solide aufgestellt und die Bewertung ist sehr attraktiv. Der Investment Case ist daher aus meiner Sicht voll intakt.


Die vollständige Pressemeldung zu den Umsatzzahlen finden Sie hier.



Die X-FAB-Aktie ist aktuell im wikifolio Distressed Value enthalten. Die Position wurde im März 2022 gekauft und liegt aktuell rund 17 % im Minus.



 

Hinweis:

Die hier veröffentlichten Gedanken stellen weder eine Empfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum An- oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie stellen lediglich die persönliche Meinung des Autors dar.


Die von LugInvest betreuten wikifolio's können in diesen Wert investiert sein. Zudem kann der Autor in dem diskutierten Wertpapier selbst investiert sein und es können somit Interessenskonflikte bestehen.


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