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Neu im wikifolio Distressed Value: Mit Surgical Science Sweden wird auf einen globalen Pionier der medizinischen Simulation gesetzt

  • LugInvest
  • vor 13 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Das Musterportfolio wächst: Surgical Science Sweden ist neu dabei – ein schwedisches MedTech-Unternehmen, welches ich für strukturell unterbewertet und langfristig überzeugend halte.


Was macht Surgical Science Sweden

Surgical Science Sweden ist ein schwedisches MedTech-Unternehmen mit Sitz in Göteborg, das sich auf eines der spannendsten Felder der modernen Medizin spezialisiert hat: die Entwicklung von Virtual-Reality-Simulatoren für die medizinische Ausbildung, mit proprietärer Software und Hardware zur Simulation von Instrument-Gewebe-Interaktionen. Im Kern geht es darum, dass Chirurgen und medizinisches Fachpersonal komplexe Eingriffe so oft üben können, wie sie wollen – ohne dass dabei ein Patient auf dem OP-Tisch liegt. Die VR-Simulatoren und maßgeschneiderten Trainingslösungen des Unternehmens ermöglichen es, Fähigkeiten außerhalb des Operationssaals zu entwickeln und damit die Patientensicherheit sowie klinische Ergebnisse messbar zu verbessern. Das Produktportfolio ist breit: Von laparoskopischen Trainingssystemen wie dem LapSim über robotergestützte Chirurgie-Simulatoren (RobotiX Mentor) bis hin zu Ultraschall- und Wirbelsäulenchirurgie-Trainern deckt das Unternehmen heute über 150 simulierte Eingriffe ab. Daneben gibt es ein zweites Standbein, das für Investoren besonders interessant ist: Surgical Science arbeitet eng mit Medizintechnik- und Robotik-Unternehmen zusammen und integriert maßgeschneiderte Simulationstechnologie in deren Geräte – darunter zuletzt der Robotik-Riese Intuitive Surgical. Durch gezielte Übernahmen von Simbionix, Mimic Technologies, SenseGraphics und zuletzt Intelligent Ultrasound hat sich das Unternehmen zur globalen Marktführerin im Bereich medizinische Simulation entwickelt und weltweit über 8.000 Systeme ausgeliefert.


Robotisierung der Medizin – der eigentliche Gamechanger

Der eigentliche Megatrend hinter Surgical Science Sweden ist die Robotisierung des Operationssaals. Der globale Markt für chirurgische Robotik wächst von heute 13,8 Milliarden USD auf knapp 64 Milliarden USD bis 2035. Kein Hype – sondern struktureller Wandel: Robotergestützte Eingriffe liefern präzisere Ergebnisse und kürzere Krankenhausaufenthalte. Und jeder neue Roboter, der weltweit in einen OP-Saal einzieht, braucht zwingend ein Trainingsprogramm. Surgical Science integriert seine Simulationstechnologie direkt in die Geräte der großen Robotikkonzerne – und ist damit kein bloßer Zulieferer, sondern unverzichtbarer Infrastrukturpartner einer der am schnellsten wachsenden Industrien im Gesundheitswesen.


Die Zahlen 2025 – solide, aber mit einem Schatten

Im Gesamtjahr 2025 erzielte Surgical Science einen Umsatz von 992 Millionen SEK – ein Wachstum von 12 % gegenüber dem Vorjahr, in lokalen Währungen sogar 19 %. Auf den ersten Blick ein starkes Jahr. Doch der Blick auf die Profitabilität zeigt ein differenzierteres Bild: Das operative Ergebnis sank deutlich auf 68,9 Millionen SEK, verglichen mit 144,3 Millionen SEK im Vorjahr – belastet durch Akquisitionskosten im Zusammenhang mit der Übernahme von Intelligent Ultrasound sowie negative Währungseffekte von knapp 38 Millionen SEK. Der eigentliche Belastungstest kommt jedoch erst 2026: Das gescheiterte Vertragsupgrade mit Intuitive Surgical dürfte die Lizenzerlöse um 60–90 Millionen SEK belasten – ein spürbarer Gegenwind für ein Unternehmen, das ambitionierte Ziele vor sich hat. Das Management peilt mittelfristig ein jährliches Wachstum von 10–15 % und eine bereinigte EBIT-Marge von mindestens 15 % an – erwartet diese Ziele jedoch realistischerweise erst 2027 zu erreichen.


Die Aktie ist aktuell günstig bewertet

Nach einem Kursverlust von über 75 % in den vergangenen zwölf Monaten notiert die Aktie aktuell bei rund 33–35 SEK – und die Bewertung hat sich entsprechend stark komprimiert. Auf Basis der Konsensschätzungen für 2026 liegt das KGV bei etwa 16,7x und fällt für 2027 bereits auf 11,9x. Besonders auffällig ist das EV/Sales-Verhältnis von lediglich 1,0x für 2026 – für ein profitables MedTech-Unternehmen in einem strukturellen Wachstumsmarkt ein historisch niedriger Wert. Abgefedert wird das Ganze durch eine komfortable Nettokassenposition von über 600 Millionen SEK: Das Unternehmen hat schlicht keine Schulden, was den Enterprise Value deutlich unter die Marktkapitalisierung drückt und der Bilanz echte Stabilität verleiht. Die niedrige Bewertung ist kein Zufall – sie spiegelt die kurzfristige Unsicherheit rund um den Intuitive-Vertrag und den erwarteten Ergebnisdruck für 2026 wider. Wer bereit ist, diesen Gegenwind auszusitzen und auf die Zielerreichung 2027 zu setzen, bekommt ein qualitativ hochwertiges Unternehmen derzeit zu einem ungewöhnlich attraktiven Einstiegspreis.


Wochen-Chart Aktie Surgical Science Sweden
Wochen-Chart Aktie Surgical Science Sweden

Aus diesen Gründen ist die Aktie von Surgical Science Sweden seit letzter Woche mit rund 4,5 Prozent im wikifolio Distressed Value gewichtet. Ein Unternehmen mit strukturellem Rückenwind, solider Bilanz und einer Bewertung, die den kurzfristigen Gegenwind mehr als einpreist – das ist für uns Distressed Value in Reinform.


Hinweis: Der Text wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) erstellt


Hinweis:

Die hier veröffentlichten Gedanken stellen weder eine Empfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum An- oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie stellen lediglich die persönliche Meinung des Autors dar.


Der Handel mit Finanzprodukten unterliegt einem Risiko. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren.


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